Nicole Pruckermayr – ökosoziale Kunst mit Netz

In ihren aktuellen eigenständigen Arbeiten „Hier könnte ein Baum stehen“ und „Gina liebt“ verwendet Nicole Pruckermayr unser buchenholzbasiertes Packnatur® Verpackungsnetz, um kompostierbare Gebilde zu schaffen und Menschen miteinander zu vernetzen.

Nicole Pruckermayr hat mit Materialen des  VPZ schon als Lehrende mit ihren StudentInnen der TU-Graz gearbeitet, z. B. für das Projekt „Auflösung inbegriffen“ im Österreichischen Skulpturenpark. In ihren aktuellen eigenständigen Arbeiten „Hier könnte ein Baum stehen“ und „Gina liebt“ verwendet sie unser buchenholzbasiertes Packnatur® Verpackungsnetz, um kompostierbare Gebilde zu schaffen und Menschen miteinander zu vernetzen.

EIN MÖGLICHKEITS-BAUM FÜR DIE STADT GRAZ
HIER KÖNNTE EIN BAUM STEHEN!
EIN ÖKOSOZIALES KUNSTPROJEKT VON NICOLE PRUCKERMAYR

Erst durch das Sichtbarmachen der Möglichkeit eines Baumes kann das Bedürfnis nach einem Baum tatsächlich geweckt werden. Ausgehend von diesem Gedanken und der Geometrie der Natur entwickelte die Künstlerin Nicole Pruckermayr in Zusammenarbeit mit Milena Stavrić vom Institut für Architektur und Medien der TU Graz und Schüler*innen der HTBLVA-Ortweinschule BAUTECHNIK_KUNST & DESIGN in Kooperation mit dem Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark einen künstlichen Baum aus dem Holz eines echten Baumes. Am Parkplatz bei der Wielandgasse 38-40 im Bezirk Jakomini steht für einige Wochen eine Baumskulptur, ein modellartiger Baum, einer, der Platzhalter für einen richtigen Baum ist. Viele Orte in der Stadt haben Baumbedarf. Bestehende Nutzungen, wie Straßenzüge und Stellplätze, geben kaum Möglichkeiten für zusätzliches Grün. Aber: Bäume fallen nicht vom Himmel. Samen können aber fallen und aufgehen – wenn man sie lässt. Die Potentialität erweckt den Wunsch nach einem lebendigen Baum, einem, der wächst, der sein Farbenkleid verändert. Der Stellvertreterbaum ist daher wie eine Sprechblase bestehender Wünsche nach Veränderung für eine lebenswerte Stadtlandschaft und ermöglicht zugleich eine individuelle Bindung: zu EINEM Baum, zu MEINEM Baum, zu UNSEREM Baum. Blog

Fotos: Nikolaos Zachariadis

EIN WANDTEPPICH AN DER TENNENMÄLZEREI
"GINA LIEBT"
IM RAHMEN VON KUNST AM BAU REININGHAUS

Das soziokulturelle Kunstprojekt „GINA liebt!“ von Nicole Pruckermayr hat sich in den vergangenen Monaten in Reininghaus einquartiert um mit den Menschen vorort über Liebe zu sprechen und gemeinsam an einer Liebeserklärung zu arbeiten. Es sollte ein hingeworfener, verzogener gemeinsam geknüpfter Herz-Teppich an der Wand werden, geschaffen von über 100 Personen, die 40.000 Knoten knüpften. Wie eine mehrdimensionale Tätowierung, ein plastisches Graffiti, sitzt das gemeinsam Geschaffene nun weithin sichtbar am historischen Gemäuer. Jeder einzelne Knoten ist wichtig in diesem textilen Gewebe über die Liebe. Jeder Knoten ist einzigartig.

Und wer ist eigentlich GINA? Inspiriert ist dieses Projekt von der großen Liebe zwischen Gina Agujari (1879–1961), Geschiedene von Reininghaus und Franz Conrad von Hötzendorf (1852–1925). Diese Liebe existierte vor vielen Jahren, andere Lieben gibt es im hier und jetzt. Diese Liebeszeugnisse sind eingearbeitet worden und strahlen bis Mitte Oktober 2022 oder länger von der Wand.

Finanziert durch: ENW – im Rahmen von Kunst am Bau Reininghaus | F.ACT – im Rahmen der mehrteiligen Reihe "CITY|HOSPITAL"

Nicole Pruckermayr ist aufgewachsen in Oberösterreich, studierte Architektur, Visuelle Kultur und Kunstanthropologie in Graz und Wien. Sie lebt als freischaffende Künstlerin, Initiatorin, Kuratorin, Lehrende und Projektleiterin in Graz und Niederöblarn. Bevorzugt denkt und arbeitet sie mit sozialen sowie physischen Räumen/Orten, den darin  handelnden Menschen/menschlichen Körpern, ihren Geschlechtern und Bedürfnissen. Ein besonderes Interesse gilt Handlungsfähigkeiten auf verschiedensten Ebenen und der Haut in den unterschiedlichsten Facetten, sowohl des Menschen als auch von Objekten.

https://baum.mur.at

https://ginaliebt.mur.at

https://nap.umlaeute.mur.at/

https://comradeconrade.mur.at/

 

 

 

 

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