BIO-GEWEBESÄCKE PDF Drucken E-Mail

Kompostierbare Netz- und Gewebesäcke
in der neuen Double-Twist Technology

Gewebe in der neuen Double-Twist Technology sind ein Beweis mehr, daß bei der Verwendung von Naturstoffen während des gesamten Produktzyklus nicht nur die Umwelt geschont, sondern vor allem auch dem Konsumenten das „bessere Produkt“ geboten werden kann. Vereinfacht ausgedrückt wird bei diesem neuen Webverfahren jeder Faden zweimal um den anderen geschlungen, wodurch bei geringerem Materialaufwand als bisher eine wesentlich höhere Reißfestigkeit erzielt wird. Die Verwendung von Naturstoffen einerseits und die durch den Einsatz der Double-Twist Technology erhöhte Reißfestigkeit andererseits erschließen den neuen Geweben ein breites Feld von Anwendungsmöglichkeiten.
Im Moment konzentriert sich das Verpackungszentrum Graz auf die Herstellung von Netzsäcken und Gewebesäcken wie sie zur Verpackung von Obst und Gemüse oder Saatgut verwendet werden. Derzeit wird der Bedarf an Netzsäcken weltweit zu 95% in Kunststoff abgedeckt.


• Bei der Produktion auf mechanischen Webmaschinen fallen nur geringe Emissionen an. Bei der Produktion der Kunststoffsäcke fällt Abfall (PE-Folien) von bis zu 25% an, im Double-Twist-Verfahren beträgt der Abfall nur bis zu 10%.

• Eine patentierte Lasche erlaubt das Befüllen der Säcke auch über Automaten (Rollenware). Im Gegensatz zu Kunststoffsäcken, die im Wirkverfahren hergestellt werden (Raschelsäcke), können sich keine Laufmaschen bilden, durch die das Füllgut austreten kann. Stillstände bei den Abfüllanlagen, Warenverlust und unnötiger Ausschuß können so vermieden werden. Beim Double-Twist-Verfahren können nur einzelne Fäden eines Sackes beschädigt werden, aber nicht die ganze Rolle.

• Kleine Änderungen des Verfahrens erlauben die unterschiedlichsten Webarten von weitmaschig bis blickdicht. Auch die Kombination mehrerer Garnfarben und Webarten innerhalb eines Sackes ist möglich. Sichtfenster oder Logos können direkt miteingewebt werden. Die Einzelsäcke sind mit Zugband ausgestattet und können mehrmals wiederverwendet werden.

• Mit Hanf, Flachs, Zellulose und Baumwolle werden nachwachsende Rohstoffe verwendet und wertvolle Erdölressourcen geschont. Naturfasern sind feuchtigkeitsregulierend und atmungsaktiv, wodurch Obst und Gemüse nachweislich länger frisch bleiben (z.B. frühzeitiges Austreiben bei Zwiebeln und Kartoffeln, Schimmelbildung). In Kunststoff verpacktes Saatgut kann nicht atmen. Es kommt zu Schimmelbildung und Pilzbefall. Bei Saatgutkartoffeln, die in Big Bags aus Kunststoffen verpackt werden, kommt es häufig zu Hitzebildung und daraus resultierendem Verderb im Innenbereich. Durch den Einsatz von Naturstoffen und der Gewebeausführung zur natürlichen Entlüftung kann der Ausschuß wesentlich vermindert werden.

• Durch die verstärkte Nachfrage nach biologischen Lebensmitteln von der Konsumentenseite ergibt sich auch ein wachsender Markt für biogene Verpackungen, weil diese den Auftritt des Produktes am POS verstärken.

Das Produkt wurde beim österreichischen Staatspreis für vorbildliche Verpackung 2000 mit einer Nominierung und mit dem österreichischen Eco-Design-Preis 2001 ausgezeichnet.





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